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Corona-Testkonzept mittels eines PoC-Antigen-Schnelltests

Die Coronavirus-Testverordnung Test V Bund regelt unter anderem den Anspruch auf eine Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durch einen Antigen-Schnelltest, kurz PoC-Test (Point of Care-Test). Aufgrund dieser gesetzlichen Vorgabe möchten wir in erster Linie unseren Patienten, aber auch unserem Personal und den Besuchern durch einen geregelten Testvorgang mit wiederkehrendem Rhythmus die Sicherheit bieten, eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auszuschließen. Des Weiteren regelt dieses Konzept die korrekte Vorgehensweise gemäß der Test V Bund, den bundeslandabhängigen Bestimmungen und mitgeltenden Hygienevorschriften.

Ziel

  • Frühzeitige Erkennung einer SARS-CoV-2-Infektion bei Patienten / Bewohnern, dem Personal und dem Besucher / Angehörigen
  • Verminderung eines »leisen« Ausbruchsgeschehen in einer Einrichtung (Wohngemeinschaft, Tages-, Kurzzeitpflege) und / oder im häuslichen Bereich
  • Bei einem positiven Patientenergebnis wird sofort gehandelt und die gezielte Umsetzung der Isolation- / Quarantänevorgaben kann erfolgen
  • Unterstützung von Kontaktpersonennachverfolgung und Unterbrechung von Infektionsketten in Zusammenarbeit mit der zuständigen Gesundheitsbehörde

Grundsätzliches

  • Mit Beginn der Versorgung / Aufnahme eines Patienten / Bewohners durch unseren Pflegedienst wird gemäß der Regelung der bundeslandabhängigen Corona-Verordnungen die Neuaufnahme / Entlassung aus dem Krankenhaus verfahren.
  • Vor Beginn eines Dienstes wird bei unseren Mitarbeitern (Pflege / Hauswirtschaft / Betreuung) gemäß der bundeslandabhängigen Hygienevorschriften ein Symptomscreening dokumentiert.
  • Zu beachten gilt, dass eine Testung durch einen PoC-Antigen-Schnelltest immer einer Zustimmung der zu testenden Person bedarf, ggf. ist eine Zustimmung durch den Betreuer einzuholen. Diese Zustimmung wird im Vorfeld eingeholt.

Teststrategie

  • Getestet werden Bewohner / Patienten, Personal mit direktem Patientenkontakt und ggf. Besucher in den Wohngemeinschaften, ohne vollständigen Impfschutz und ohne dass ein Ausbruchgeschehen einer Covid-19-Infektion bestätigt ist. Je nach Bundeslandvorgabe testen wir auch vollständig geimpftes Personal, Bewohner / Patienten und Besucher.
  • Getestet werden Patienten / Bewohner und das Personal bei Anzeichen von leichten grippeähnlichen Symptomen (wie z. B. Schnupfen, Halsschmerzen, erhöhte Temperaturen) ohne einen Verdacht auf eine Covid-19-Infektion.
  • Getestet wird das Personal, das unter gegebenen Umständen eine schnelle Gewissheit benötigt, nicht an Covid-19 erkrankt zu sein (z. B. fraglicher Kontakt zu einer positiven Person am Wochenende).

Testintervalle

Patienten / Bewohner

  • Bei grippeähnlichen Symptomen sofort
  • Regelhaft einmal wöchentlich, wenn kein vollständiger Impfschutz besteht, sonst bundeslandspezifisch
  • Bei Neuaufnahme / Wiederaufnahme gemäß der bundeslandspezifischen Bestimmungen
  • Bei Kontakt zu positiv Getesteten

Personal mit direktem Patienten- / Bewohnerkontakt / zukünftig Beschäftigte

  • Regelhaft nach Bundeslandvorgabe, wenn noch kein vollständiger Impfschutz besteht. Sind die Mitarbeiter geimpft, wird ihnen regelmäßig ein Test angeboten. Je nach Bundesland wird trotz vollständigem Impfschutz nach SchutzVO getestet.
  • Bei leichten grippeähnlichen Symptomen vor Dienstantritt sofort, auch wenn ein vollständiger Impfschutz besteht.
  • Bei Kontakt zu positiv Getesteten.
  • Mitarbeiter, die nach einer Covid-19-Erkrankung ohne einen abschließenden negativen PCR Test aus der Quarantäne entlassen wurden.
  • Bei dem Signal der Corona-Warn-App mit der Meldung einer Begegnung mit niedrigem Risiko.

Besucher

  • Besucher ohne vollständigen Impfschutz nach Bundeslandvorgabe
  • Grundsätzlich gilt, dass die Testungen nach Terminabsprache zwischen Besuch und Einrichtung koordiniert werden müssen. Geplant finden sie während der regulären Bürozeiten statt. Die Besucher können auch einen Nachweis über einen POC-Test aus einem Testzentrum mitbringen
  • Dies gilt für alle Besucher, die weder geimpft, noch genesen sind

Externe Dienstleister (Therapeuten / Frisöre / Fußpflege u. Ä.)

  • Vorgehen wie bei den Besuchern.

Je nach personellen Voraussetzungen erfolgen die regelhaften Testungen an einem festgelegten Tag. Das Testintervall wird ggf. bedingt durch eine steigende regionale Inzidenzzahl von mehr als 50 pro 100.000 Einwohner in Abstimmung mit der zuständigen Gesundheitsbehörde angepasst / erweitert.

Antigen-Test

Verwendet werden Antigenschnellteste, die das SARS-CoV-Eiweiß in einem Schnellverfahren außerhalb des Labors nachweisen. Es finden nur Teste gemäß des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) www.bfarm.de/antigentests Anwendung.

Personelle Voraussetzungen

  • Die Durchführung der Antigenschnellteste ist ausschließlich Ärzten und in dieser Maßnahme nachweislich durch Ärzte geschulten Pflegedienstleitungen / Pflegefachkräften / medizinischem Personal gestattet. Der Name / die Qualifikation des einweisenden Arztes ist dem Zertifikat »Befähigungsnachweis zur Durchführung eines SARS-CoV-2-Antigenschnelltests« zu entnehmen.
  • Die Einweisung in das Medizinprodukt ist gemäß § 4 Abs. 3 MPBetreibV erforderlich. Die Schulung wird personenbezogen in dem Dokument »Zertifikat Befähigungsnachweis Antigen-Schnelltest« dokumentiert.
  • Die durchführende Person muss sich vor Durchführung des Antigenschnelltests mit dem spezifischen Test und den dazu geltenden Herstellerangeben vertraut machen.

Räumliche Voraussetzungen

Je nach Gegebenheiten des ambulanten Dienstes, der Wohngemeinschaft, der Tages- bzw. Kurzzeitpflege können unten stehende Räume zur Durchführung eines Schnelltestes genutzt werden, dazu ist eine Testung der einzelnen Personen terminlich zu koordinieren. Wenn es zu Wartezeitüberschneidungen kommen sollte, gelten die allgemeingültigen Hygienevorschriften (Abstand, Händehygiene, Mund-Nasenschutz, Lüften).

Besonderheit: In der häuslichen Umgebung muss sich das testende Personal auf die patientenindividuellen Gegebenheiten einstellen. Die Abstrichdurchführung der ambulanten Alten- und Krankenpflege wird außerhalb der Tourenplanung erfolgen, dazu muss das Dienstfahrzeug mit ausreichend PSA und Testkitts bestückt sein. Weiter müssen die räumlichen Voraussetzungen gegeben sein, damit eine Kontamination der Umgebung strengstens verhindert wird.

 

Allgemein gilt:

  • Der Raum ist ausgewiesen
  • Der Raum muss gut zu lüften / frei von aktiven Ventilatoren / zentralen Klimageräten sein
  • Ggf. Sitzmöglichkeit
  • Eine gut zu desinfizierende Arbeitsfläche muss vorhanden sein / ggf. ein Tablett
  • Händedesinfektionsmittel
  • Flächendesinfektionsmittel
  • Persönliche Schutzausrüstung (siehe Vorbereitung)
  • Geschlossener Abwurf (der entstehende Müll muss verschlossen in einer reißfesten Tüte oder einem verschließbaren Abwurfbehälter dem Restmüllsack zugeführt und anschließend im Hausmüll entsorgt werden)